Andermatt stimmt für Tourismus-GmbH

Die offene Dorfgemeinde von Andermatt hat am Donnerstag abend dem neuen Tourismusreglement zugestimmt. Vorgesehen ist ein Zusammenschluss der drei Tourismusvereine Andermatt, Hospental und Realp in eine GmbH. Diese soll das Urserntal in Zukunft besser vermarkten. Schwerpunkte sind das neue Tourismusresort in Andermatt, die Skigebietsverbindung über den Oberalppass nach Sedrun und San Gottardo.

Andermatt hat als erste der drei Gemeinden dem neuen Reglement zugestimmt, mit dem man über ein differenziertes und schlagkräftiges Marketing realisieren will, um im Tourismusmarkt zu bestehen. Die Notwendigkeit dieser Reform ist laut eine Arbitsguppe vor dem Hintergrund der Entstehung des Tourismusresorts Andermatt, der geplanten Skigebietsverbindung über den Oberalp nach Sedrun, der Tourismusreform im Kanton Uri, San Gottardo und Gottardo 2020 deutlich geworden. So ist es für den Fachexperten Robert Wildhaber mehr als angebracht, sich im Urserntal in einer professionellan touristischen Organisation zusammenzutun.

Die übergeordneten Ziele der Reform sind die Verbesserung und Erweiterung der touristischen Infrastruktur und der Dienstleitungen, die Schaffung zusätzlicher Attraktionen und Produkte sowie der Zugewinn neuer Gäste mit einem schlagkräftigen Marketing. Alle Nutzniessenden sollen künftig dafür Beiträge leisten. Das neuen Reglement über den Tourimus beeinhaltet einen Systemwechsel in der Finanzierung der touristischen Aufgaben. Die heute Kurtaxe, welche die Frequenzen besteuert und aktive Beherberger tendenziell bestraft, wird durch eine Kapazitätsgebühr pro Zimmer bzw. Schlafstätte ersetzt. Die Bettenpauschale in Zweitwohnungen und die Einzeltaxen in gwerblichen Ferienwohnungen werden von einer Jahrespauschale auf Basis der Nettowohnfläche abgelöst. Anstelle der heuten Sachleistungen und Beiträge an die Anlagen und Anlässe sollen die Gemeinden künftig einen festgelegten Beitrag leisten und die ortsansässigen Gewerbebetriebe sollen neu eine Tourismusabgabe auf Basis der Tourismusabhängigkeit und der Wertschöpfung entrichten.

 

Medienmitteilung der Gemeinde Andermatt

VorschauAnhangGröße
Andermatt_Medienbericht_Tourismus.pdf63.85 KB