Programm San Gottardo - Gommer Gemeinden wollen mitmachen

Die Gommer Gemeinden wollen ab 2012 auch am Programm San Gottardo mitmachen. Dieses regionalpolitische Folgeprojekt ist eine Symbiose aus dem Progetto San Gottardo und den nachhaltigen Elementen des abgelehnten Vorschlags für die Landesausstellung Gottardo 2020. Das Programm San Gottardo (PSG) soll nach dem Willen der Regierungsvertreter der vier Gotthardkantone Uri, Tessin, Wallis und Graubünden in den kommenden vier Jahren im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes namhafte Investitionen in die Gotthardregion auslösen.

Die Gemeindepräsidenten und Vizepräsidenten der Gommer Gemeinden sind am Montagabend in Fiesch über das Programm San Gottardo von Marc Tischhauser (Projektleiter San Gottardo, Werner Schnyder (Vertreter Kanton VS) und von Bernhard Imoberdorf (RW Oberwallis) informiert worden. Die strategischen Ziele dieses regionalpolitischen Entwicklungskonzepts sind die Stärkung der wirtschaftlichen Wertschöpfung in der Region, die kontinuierliche Schaffung einer überregionalen Identität und die Stärkung der Anziehungskraft des Gotthard-Raums als lebendiger Tourismus- und Wirtschaftsraum. Dabei sollen einerseits bestehende Angebote weiterentwickelt, miteinander verknüpft, aufgewertet, inszeniert und professionell vermarktet werden und andererseits neue Ideen und Projekte lanciert, gefördert und finanziell unterstützt werden.

Beteiligung der Gemeinden vervielfachen

Die vier Kantone und der Bund haben erkannt, dass das Programm San Gottardo für die Region eine Notwendigkeit ist, jedoch über zu wenig finanzielle Mittel und operative Ressourcen verfügt. Sie sind deshalb bereit, das Projekt mit substanziell mehr finanziellen Mitteln auszustatten! Neu werden die Gemeinden nicht mehr zu einem Drittel der Gesamtprojektsumme eingebunden, sondern sie können mit ihrem Engagement die Höhe der Kantonsbeiträge und damit auch die Beiträge des Bundes mitbestimmen. Die Gemeinden sollen einen noch zu definierenden Pro-Kopf-Beitrag leisten, der dann von den Kantonen und vom Bund vervielfacht wird. Sie bezeugen damit ihren Willen an einer finanziellen Beteiligung und profitieren anschliessend von Projekten und Investitionen, die über das Programm San Gottardo ausgelöst werden.

Bei den Vertretern der Gommer Gemeinden sind diese Vorschläge gut angekommen und sie haben die Stossrichtung des Programm San Gottardo begrüsst. Sie erklärten sich mehrheitlich bereit, ihren Gemeinderäten den Antrag für einen entsprechenden Beitrag zu stellen. Sie machten jedoch auch klar, dass angesichts ihres finanziellen Potentials eine substantielle Erhöhung der Pro-Kopf-Beiträge schwierig ist. Gemäss dem „Fahrplan“ wird bis Anfang Juni 2011 ein verbindlicher Entscheid der Gemeinden erwartet, damit die Kantone bis Ende Juni 2011 über das Umsetzungsprogramm San Gottardo 2012-2015 beschliessen können. Bis Ende Juni muss das Umsetzungsprogramm beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO eingereicht sein.

Für weitere Auskünfte:

Marc Tischhauser, Projektleiter San Gottardo

Tel: 079 468 08 81